»Tage der OFFENEN ATELIERS« 20. und 21. September

im Künstlerhaus 188

11 – 18 Uhr

»Kunst braucht Raum – zum Entstehen und zur Begegnung. An diesem besonderen Wochenende öffnet Sachsen-Anhalt seine Ateliertüren und wird zur lebendigen Landkarte kreativen Schaffens. Ob Malerei, Fotografie, Skulptur, Grafik, Keramik oder Klang – jedes Atelier ist eine eigene kleine Welt: überraschend, vielschichtig, voller Geschichten. Die Veranstaltung steht für kulturelle Vielfalt, Austausch und lebendige Kunst. Sie bringt Menschen zusammen und macht deutlich, wie facettenreich und inspirierend die Kunstszene Sachsen-Anhalts ist.
Über 120 Künstler*innen in rund 80 Ateliers beteiligen sich – 25 öffnen erstmals oder nach einer Pause wieder ihre Türen. Als Ort ist Eisleben in diesem Jahr neu dabei. Sie sind herzlich eingeladen zu schauen, zu fragen, zu staunen und auch Kunst zu kaufen. Tauchen Sie ein in diese besonderen Orte!« Auszug, Internetseite des Berufsverband Bildender Künstler:innen Sachsen-Anhalt

offene Ateliers

Raum 206
Ondine Frochaux
Raum 207
Cornelia Weihe
Raum 304
Anke Tippelt und Sebastian Gerstengarbe
Raum 308
Sara Marienfeld und Tobias Gellscheid
Raum 309
Jonas Mosbacher
Raum 310
Lisa Reichmann
Raum 300
Steffen Christophel

Kunsthalle

Ausstellung »Knüppel über´n Bach – Brücken bauen mit dem 188 und Gästen«
Samstag, 17 Uhr KUNSTBINGO mit Nora Mona Bach

Ausstellung I Raum 102

»Positionen« unterschiedlicher Mitglieder des Künstlerhaus 188 e.V. mit Oliver Bekiersz, Frederike von Hellermann, Hermann Grüneberg, Linda Grüneberg, Sara Möbius, Joseph Nagel, Martin Nielebock, Torsten Enzio Richter, Lena Riemay und Franka Skrabak

Ausstellung I Raum 108

»Brücken bauen« Kunstprojekt mit Schüler:innen der Förderschule für Geistigbehinderte ‚Astrid Lindgren‘

offene Werkstätten

Radierwerkstatt
Lithografiewerkstatt

Mitmachstation I Raum 101

für alle Altersstufen

Information und Anmeldung I Raum 101

Weiterbildung »Gestalter:in im Handwerk«
»Freies Kursangebot«

Tage der offenen Ateliers in Sachsen-Anhalt

Übersicht aller Teilnehmerinnen und weitere Informationen: www.bbk-sachsenanhalt.de

»GENZMER BRÜCKENFEST« 7.September 2025

BRÜCKEN BAUEN – MENSCHEN VERBINDEN

Am ersten Sonntag im September lädt das »11. Genzmer Brückenfest« von 13 bis 18 Uhr zum nachbarschaftlich gestalteten Programm mit Kunst und Kultur im und um das WUK Theater Quartier.

»Die Genzmer Brücke verbindet seit 1904 das Stadtviertel Glaucha mit den Pulverweiden. Das ehemalige Kulturhaus Kurt Wabbel am Holzplatz 7a teilt mit der Brücke eine besondere Geschichte: Das Genzmer Brückenfest wurde von 1969 bis 1975 von der Glauchaer Nachbarschaft durchgeführt und 2018 vom WUK Theater Quartier wiederbelebt. Die Wiederaufnahme des Genzmer Brückenfestes war eine Antwort auf die Frage, wie nachbarschaftlicher Dialog langfristig angeregt werden kann.« Auszug, Internetseite des WUK Theater Quartier

Der Stand des »188« gibt Einblick in sein vielfältiges Angebot und Wirken.

»Post aus dem 188«

Stempel, Farben, Kreiden, Stifte, Papier… bieten allen Bucher:innen Raum, der eigenen Phantasie in Worten und Bildern freien Lauf zu lassen.

»Gestalter:in im Handwerk«

Interessenten der Weiterbildung »Gestalter:in im Handwerk« können sich über Inhalte und Zielstellungen der bafög zertifizierten, berufsbegleitenden Weiterbildung informieren und mit Teilnehmer:innen ins Gespräch kommen.

Das in Kooperation mit der Handwerkskammer Halle (Saale) seit nunmehr 15 Jahren bestehende Bildungsangebot ist durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks auf Meister-Plus-Ebene eingestuft. Der nächste Lehrgang startet am 24. Oktober 2025.

Uhrzeit

Sonntag 11 – 19 Uhr
weitere Informationen: www.wuk-theater.de

Adresse

Holzplatz 7a | 06110 Halle (Saale)

Torsten Enzio Richter »KUNST/MITTE« PREIS Landeskunststiftung

Mittel­deutschen Messe für zeit­genössische Kunst in Magdeburg

28. bis 31. August 2025

Auch in diesem Jahr ist der Verein mit einem Gemeinschaftsstand auf der »Kunst/Mitte« – der Mittel­deutschen Messe für zeit­genössische Kunst in Magdeburg vertreten. Koje 9 zeigt Malereien, Grafiken und Objekte der Künstler:innen Rawad Atfeh, Oliver Bekiersz, Sebastian Gerstengarbe, Torsten Enzio Richter, Lena Riemay, Bianca Strauch, Anke Tippelt und Marco Warmuth.

Voller Freude gratulieren wir Torsten Enzio Richter zum Preis der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt für eine herausragende künstlerische Position auf der »Kunst/Mitte« 2025.

»Sein Schaffen zeichnet eine besondere Präzision und Ausdauer aus. Durch seine Arbeitsweise gewinnen die Dinge eine neue Präsenz. Auch das scheinbar Alltägliche besitzt Geschichte, Eigenleben und Schönheit. Genauigkeit verbindet sich in seinen Grafiken mit stiller Poesie.« Auszug, Jury der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

Öffnungszeiten

Donnerstag, 19 – 22 Uhr
Freitag, 11 – 22 Uhr
Samstag/Sonntag, 11 – 19 Uhr

Adresse

Messehalle Magdeburg | Tessenowstraße 9a | 39114 Magdeburg
weitere Informationen: www.kunst-mitte.com

Fotos: Kunststiftung des Landes Sachsen-AnhaltMatthias Ritzmann I Preisverleihung und Ausschnitt einer Zeichnung von Torsten Enzio Richter

DR. JÜRGEN WEISSBACH

Der Künstlerhaus 188 e.V. trauert um seinen langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Jürgen Weißbach, der im Alter von 87 Jahren am 18. Juni 2025 in Halle (Saale) verstorben ist.

Jürgen Weißbach wurde in Dittersdorf/Erzgebirge geboren, seine Eltern gingen mit ihm in den ersten Jahren der DDR in den „Westen“. Nach dem Studium der Theologie in Mainz und Göttingen arbeitete er bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Universität Oldenburg und dem Deutschen Gewerkschaftsbund in Niedersachsen, bevor er ab 1990 den DGB Landesverband Sachsen-Anhalt mit aufbaute, dessen Vorsitzender er von 1992 bis 2003 war. Seit Anfang der 1990er Jahre lebte er in Halle (Saale), wo er ab 1998 Mitglied des MDR-Verwaltungsrates war.

Ende 1993 war Jürgen Weißbach Mitbegründer und Erstunterzeichner des Vereins Künstlerhaus 188. Von 2004 bis 2017 und dann noch einmal von 2020 bis 2025 hatte er den Vorsitz inne. Gesundheitlich bereits belastet, begleitete er das Künstlerhaus 188 und seine Menschen noch durch die schwierigen Corona-Jahre und zog sich erst zurück, als er sicher sein konnte, dass seine Mitstreiterinnen im Vorstand die Sache jetzt auch ohne ihn meistern würden.

Für Jürgen Weißbach bedeutete der Verein und mit dem Verein die Trägerschaft für das große Haus mit seinen Werkstätten und Ateliers eine Möglichkeit, eine Institution zu bewahren, die er als hervorragende Stätte der Begegnung und Kunstproduktion der DDR wahrnahm. In der Nachwendezeit brachte er seine ‚West-Erfahrung‘ mit und ermöglichte so dem Projekt Künstlerhaus 188 e.V., seine Verankerung in der neuen Zeit erst zu finden. Wer weiß, ob das Haus diese Phase ohne Jürgen Weißbach überhaupt überdauert hätte!
Sein Einsatz galt dem Ziel, das Künstlerhaus 188 zu erhalten – einen Ort, der auch heute für Halles Künstler wichtige Freiräume zur künstlerischen Arbeit eröffnet. In Kontinuität zu seinem gesamten Lebenswerk war es ihm hier möglich, einen konkreten Beitrag zum gesellschaftlichen Leben zu leisten und in die Stadtgesellschaft bereichernd und verbindend hineinzuwirken.
Auf seine Initiative hin wurde die bundesweit anerkannte Fortbildung »Gestalter im Handwerk« ins Künstlerhaus 188 geholt – ein zukunftsweisendes Projekt an der Schnittstelle von Handwerk und Gestaltung.

In einem Verein, dessen Mitglieder mehrheitlich Künstler sind, waren Jürgen Weißbachs politische Erfahrung, seine Professionalität sowie seine vielfältigen Kontakte in die Stadt- und Landespolitik von unschätzbarem Wert. Mit klar definierten persönlichen Grenzen des Anstands und des Umgangs bewegte sich Jürgen Weißbach klug und sprach mit allen. Er war bekannt und beliebt, scheute sich aber auch nicht vor klaren Worten, wenn es um Teilhabe und Gerechtigkeit ging. Viele Politiker und Politikerinnen haben seine handschriftlichen Briefe erhalten, die er bis zuletzt und ungeachtet der Computerisierung des öffentlichen Lebens dann schrieb, wenn er es für notwendig hielt.

Mit seiner lebendigen Art, seinem Witz und Humor, seiner Bescheidenheit, seiner Menschenliebe und Großzügigkeit war er die prägende Persönlichkeit des Vereins und bleibt ein großes Vorbild. In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierungen wollen wir das Haus in seinem Sinne als Raum des Miteinanders, des Austauschs und der Inspiration weiterführen.

Danke für alles, lieber Jürgen!
Wir werden Dich sehr vermissen!

Nora Mona Bach
Anna Helm
Sarah Deibele
im Namen des gesamten Vorstandes
Anne Holderied
Katja Meyer
im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sowie der Mitglieder des Künstlerhaus 188 e.V.

Persönliche Worte erreichen seine Töchter Katrin Weißbach und Ulrike Weißbach über:

weissbach@kuenstlerhaus188.de

Kanzlei Weißbach
Leipziger Str. 99
01127 Dresden

Foto: Künstlerhau 188 e.V. / Matthias Ritzmann

Kontinuität und neue Impulse VORSTANDSWECHSEL

Foto: Christoph Jann I v.l.n.r.: Sarah Deibele, Mario Schwenke, Cornelia Weihe, Nora Mona Bach, Anna Helm, Sebastian Gerstengarbe, Martin Nielebock

Vorstandswechsel beim Künstlerhaus 188 e.V.

Kontinuität und neue Impulse

Der Künstlerhaus 188 e.V. hat einen neuen Vorstand: Am 8. Mai wählte die Mitgliederversammlung eine neue Leitung, die den Verein durch die kommenden zwei Jahre führen wird.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzende Nora Mona Bach
1. stellv. Vorsitzende Anna Helm
2. stellv. Vorsitzende Sarah Deibele
Beisitzerinnen und Beisitzer Sebastian Gerstengarbe, Thomas Lippmann (MdL), Martin Nielebock, Mario Schwenke, Cornelia Weihe

Die Neuwahl steht für eine gelungene Verbindung aus Kontinuität und neuen Impulsen. Dankenswerterweise war es möglich, den Vorstand aus bereits erfahrenen Vorstandsmitgliedern zu besetzen. Neu im Beisitz sind auch zwei jüngere Vereinsmitglieder. Dazu konnten wir mit Thomas Lippmann auch ein Landtagsmitglied für unsere Anliegen und die ehrenamtliche Mitarbeit begeistern. Der neue Vorstand, bestehend aus einem Team, das sowohl Erfahrung als auch neue Impulse vereint und sich dem gemeinsamen Anliegen verpflichtet sieht, das Künstlerhaus 188 als besonderen und lebendigen Ort der Kunst kontinuierlich weiterzuentwickeln, blickt mit Zuversicht und Engagement auf die bevorstehenden Aufgaben.

Ein besonderer Dank gilt dem bisherigen Vorsitzenden Dr. Jürgen Weißbach, der den Verein mitbegründet und über mehr als 30 Jahre maßgeblich geprägt hat. Wir danken Prof. Dr. Dr. Uwe Wolfradt und Susanne Reinhardt-Pagel für ihre Arbeit und ihr Engagement im Vorstand in den letzten zwei Amtszeiten, sowie Cornelia Weihe für ihre Bereitschaft, eine weitere Amtszeit anzuschließen. Denn: Ehrenamt ist Teamarbeit.

Das Künstlerhaus 188 ist in Halle (Saale) seit Jahrzehnten eine feste Größe – ein Ort der Begegnung für Künstlerinnen und Künstler, für die freie Szene, für die Stadtgesellschaft. Mit dem Fokus auf Kunstproduktion und kulturelle Bildung ist es Produktionsstätte, Gastgeberort und Plattform zugleich.

Seit 1994 ist der Künstlerhaus 188 e.V. verlässlicher Partner der Stadt Halle. Der Verein verwaltet nicht nur die denkmalgeschützte Immobilie, sondern gestaltet aktiv die Kulturlandschaft mit – durch Ausstellungen, Programme, Kooperationen und einen starken Bezug zur Stadt und ihren Menschen. Mit künstlerischen Formaten auch außerhalb Halles wird der Verein zur Botschafterin der Händelstadt.

TOM WOLTER

Mit großer Bestürzung hat der Vorstand des Künstlerhaus 188 e.V. vom Tod von Tom Wolter am 28. April erfahren.

Wir erinnern uns an ganz besondere Theatererlebnisse im WUK, auf dem Theaterschiff auf der Saale und an vielen weiteren Spielorten. Tom Wolter unterstützte andere Kreative, die etwas anbieten wollten. Auch das Genzmer-Brückenfest als konkretes kulturelles Angebot an das Stadtviertel geht auf Tom Wolter zurück. Beeindruckend war gerade die Bandbreite seiner Aktivitäten und die herzlichen persönlichen Verbindungen, die er in der lokalen Kulturszene hatte.

Zusammen mit seiner Familie, aber auch der Theaterfamilie und der freien Szene trauern wir um den Menschen, den Künstler, Theatermacher und klugen Kulturpolitiker, der vieles und viele bewegt hat und der sich immer wieder mit deutlichen Worten für die Belange der freien Szene eingesetzt hat.

Ganz offen benannte er in einem MDR-Interview 2024 auch die Schmerzen und die ungeheure Kraftanstrengung, die durchgestanden werden mussten, bis es zum WUK-Theater in seiner jetzigen Form kommen konnte, und berichtete von dem schweren Rückschlag, den eine Einbruchsserie im WUK Anfang 2024 für das Projekt und das gesamte Team bedeutete.
Die Realität der existentiellen Not als Bestandteil von freiberuflichem künstlerischem Schaffen hat er selbst gelebt und klar benannt. Sie war ihm Ansporn, sich auch auf der strukturellen und der gesellschaftlichen Ebene damit auseinanderzusetzen.

Im Angesicht sachlicher und wirtschaftlicher Zwänge und Herausforderungen hat sich Tom Wolter seinen unbedingten Gestaltungswillen und die innere Freiheit bewahrt, eigene Geschichten zu erzählen. Nun ist die Erzählung überraschend abgebrochen.

Wir verneigen uns tief vor Tom Wolter. Seine Präsenz und seine Stimme werden wir schmerzlich vermissen.

Dr. Jürgen Weißbach
Nora Mona Bach
Anna Helm
Sarah Deibele
im Namen des gesamten Vorstandes
Anne Holderied
sowie die Künstlerinnen und Künstler des Künstlerhaus 188 e.V.

 

Wir bitten um Ihre Unterstützung:
www.gofundme.com/f/unterstuetzung-kinder-tom-wolter
www.wuk-theater.de